Kurzalmanach zur mittelfränkischen Mundart

Inhalt 
  Allgemeine Einführung und
    Vorbemerkungen
 
  Fränkisch-Deutsch 
  Deutsch-Fränkisch 
  Idiome und Redewendungen 
 
Andere fränkische
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Andere Fremdsprachen 
  Das deutsch-österreichische
    Lexikon
      Manuelas Beitrag zur
      Völkerverständigung

  Ruhrpott-Deutsch
      von Markus Gansel
  Yobes Deutsch -> Südhessisch
    Übersetzer
 

Allgemeine Einführung und Vorbemerkungen

Obwohl die mittelfränkische Mundart nicht nur geographisch irgendwo zwischen dem bajuwarischen, dem hessischen und dem sächsischen Sprachraum angesiedelt ist, verfügt sie doch über eine Reihe von Redewendungen und Vokabeln, die Geübten der drei genannten Sprachfamilien nicht ohne weiteres mächtig zu sein zugemutet werden kann. Dieser Kurzalmanach soll einen kurzen, zaghaften Einstieg in die ortansässigen Eingeborenenkommunikationsformen gewähren, der es dem Laien und blutigen Anfänger gestatten sollte, selbst darüber zu entscheiden, ob ein eingehenderes Studium ratsam zu sein erscheint.

Unfreiwillig Lernenden sollen diese Seiten einen gewissen Aufschluß über die bislang als unergründlich geltenden Ausdrucksformen des mittelfränkischen Eingeborenen geben. Bislang sind zwar keine Erfahrungen über Sinn oder Unsinn dieses kurzen Sprachüberblicks wiederzugeben möglich, weil es an einer entsprechenden Anzahl Karnickel fehlt, die sich - mehr oder minder freiwillig - dem Kurs unterziehen, aber der Autor ist froher Hoffnung, das eine oder andere Rätsel hiermit bei vergleichsweise geringem Aufwand zu lösen.

Was aus Gründen der Aussichtslosigkeit von vornherein nie Gegenstand dieser Präsentation war, ist die mittelfränkische Grammatik. Dem Hörensagen nach soll ein entsprechender Versuch der Darstellung dahingehend gescheitert sein, daß das Manuskript den Umfang des Stadtarchivs gesprengt hätte, soweit es vervollständigt worden wäre (bei kleiner Handschrift). Diese Kunde stammt allerdings noch aus der Zeit, bevor die »Nürnberger Kulturmeile« (böse Zungen behaupten, sie wäre mittlerweile auf einer Länge von etwa hundert Metern bereits in Planung genommen worden) in Auftrag gegeben worden ist - ob allerdings eine Sammlung der Grammatik der Eingeborenen tatsächlich Aussicht auf Herberge hätte, darf bezweifelt werden; immerhin besteht sie im wesentlichen aus einem Koloß an Ausnahmen, garniert mit ein paar zusätzlichen Fällen, die aus Gründen verschiedener Ausspracheformen notwendig wären (wobei allerdings auch zu ergänzen wäre, daß ein Großteil besagter Ausnahmen zwischenzeitlich vom Schlund des Vergessens aufgesogen wurden - Aussagen wie „Ey, Alter, haste mal ne Maak“ waren durch den Zuzug Auswärtiger wenigstens zeitweise gewohnte Worte im Nürnberger Stadtleben).

Beim Erstellen dieses Kurzalmanachs stieß der Autor jedenfalls früh auf mannigfaltige Probleme:

Der Autor legt Wert auf die Feststellung, daß er der wohl ewigen Rivalität zwischen den Einwohnern der Städte Nürnberg und Fürth keineswegs Rechnung zu tragen gewillt ist. Vielmehr legt der Autor Wert auf die Feststellung, daß er diesen Streit für veraltet und albern hält. Der Autor legt - unabhängig vom Wahrheitsgehalt - keinen Wert auf die Feststellung, daß er in dieser Gegend unter Eingeborenen deswegen einsam ist.


Michael Wapp; zuletzt herumgefummelt: 17. Juli 2002